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4D - 4 Dimensions of Digital and Didactic Development

Im Rahmen des von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre finanzierten Projekts 4D - 4 Dimensions of Digital and Didactic Development wird von 2021-2024 Digitalisierung an der Universität Freiburg mit einer breiten Palette von Maßnahmen gefördert. Der Bereich Lehrstrategie und Digitalisierung koordiniert das Gesamtprojekt und übernimmt die Umsetzung einiger Teilprojekte (Vergabe E-IDA und E-Teaching Fellowship, Stärkung des Netzwerks der Digitalisierungsbotschafter*innen, Konzeption eines Center for Learning and Teaching).

Entlang der Leitlinien der 2017-2020 an der Universität Freiburg entwickelten Strategie zur Digitalisierung in der Lehre soll die Universität als lernende Organisation in vier Dimensionen (4D) in einen agilen Transformationsprozess zur Stärkung der Hochschullehre durch Digitalisierung gebracht werden.

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Die Weiterentwicklung der Curricula von Studierenden steht im Zentrum der ersten Dimension unseres Modells. In digitalen Lernumgebungen werden digitale Kompetenzen und Future Skills gefördert. Methodisch liegt der Fokus dabei auf selbstgesteuertem, studierendenzentriertem Lernen. In der zweiten Dimension werden digital Lehrende (medien)didaktisch unterstützt, untereinander besser vernetzt und innovative digitale Lehre durch verschiedene Anreize (E-IDAs und Teaching Fellowships) gefördert. Organisationsentwicklung ist das Ziel der dritten Dimension, in der nicht nur digitale Tools zur Zusammenarbeit geprüft und der digitalen Infrastruktur der Universität Freiburg zugeführt werden. Auch die Verbesserung von Re-Akkreditierungsprozessen hinsichtlich digitaler Komponenten von Studiengängen ist ein wichtiger Bestandteil der dritten Dimension. Ein Kernziel dabei ist, die lehrunterstützenden Einheiten zukünftig strategisch noch stärker zu verschränken und ein “Center for Learning and Teaching” als zentrale Anlaufstelle für Innovationen in der Lehre zu schaffen. In der vierten Dimension werden die digitale Internationalisierung (etwa durch die KI-gestützte Übersetzung von Inhalten und Veranstaltungen) und die Offenheit der Lehre durch Open Educational Resources (OER) unterstützt.

Gesamtarchitektur 4D

 

Gefördert wird 4D von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre.

Informationen zu E-IDAs und E-Teaching Fellowhships finden sich am Seitenende.

 

Neue Impulse

 

4D setzt neue Impulse. In der Dimension ‚Studierende‘ spielt das Zentrum für Schlüsselqualifikationen, das für alle Bachelor-Studierenden den Wahlpflichtbereich „Berufsfeldorientierte Kompetenzen“ (BOK) anbietet, dabei eine wichtige Rolle. Einerseits wird das bestehende BOK-Programm um neue Module, E-Learning-Formate und ein Zertifikat zu Future Skills erweitert. Andererseits werden in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät BOK-Module erstmals für Medizinstudierende geöffnet und, orientiert an ihren Bedarfen, weiterentwickelt – Themen sind dabei u.a. Digitalisierung, die verstärkte Einbindung von Selbstlernanteilen und E-Learning-Formate. Ziel ist es, Kurse zu übergeordneten Kompetenzen in das Human- und Zahnmedizinstudium zu integrieren. Auch die Biologische Fakultät arbeitet an einem neuen digitalen Angebot für Studierende: Fachübergreifendes Prinzipienwissen und vernetztes Denken sollen per App spielerisch vermittelt und aktiviert werden.

 

Nicht nur für Studierende, auch für Lehrende gibt es im Rahmen von 4D Erweiterungenim Weiterbildungsangebot: Der Bereich Hochschuldidaktik und digitale Lehrentwicklung wird das hochschuldidaktische Weiterbildungs- und Beratungsangebot ausbauen und speziell für Habilitand*innen ein (medien)didaktisches Qualifikationsprogramm entwickeln. Habilitand*innen haben so die Möglichkeit auf dem Weg zu zukünftigen Karrierestationen ihre Lehrkompetenzen weiter auszubauen und Weiterbildungs- und Coaching-Formate zu kombinieren (die derzeitigen Weiterbildungsangebote finden Sie hier). Darüber hinaus wird das Tutor*innen-Qualifizierungsprogramm ausgebaut und um ein E-Tutor*innen-Modul erweitert, um studentische Tutor*innen zu unterstützen, die das digitale Lehren und Lernen mitgestalten. Allen Lehrenden stehen zudem mit den E-IDAs und E-Teaching-Fellowships neue Förderinstrumente in den Bereichen digitale Lehre, hybride Lehre und Blended Learning zur Verfügung.

 

Die ganze Universität Freiburg als Organisation profitiert von neuen kollaborativen Tools, die unter Regie der Abteilung E-Learning in die ILIAS-Lernumgebung integriert werden. Tools zur gemeinsamen Arbeit an Textdokumenten und eine Chat-Umgebung können nicht nur in der Lehre eingesetzt werden; sie entwickeln ILIAS auch weiter hin zu einer integrierten Plattform (eine Einführung in bereits verfügbare Funktionen finden Sie hier), die eine breite Palette an Instrumenten für die gemeinsame Arbeit an Projekten aller Art bietet. Auf organisationaler Ebene setzen auch die Bereiche Qualitätsmanagement in Studium und Lehre und Hochschuldidaktik und digitale Lehrentwicklung an, die Prozesse systematisch integrieren und gemeinsam gestalten werden, um Fächer und Studiengänge bestmöglich in der Reflexion und Weiterentwicklung (u.a. im Hinblick auf Kompetenzorientierung) zu begleiten. Potentiale des digitalen Lehrens und Lernens finden besondere Berücksichtigung. Dazu werden u.a. Befragungs- und Evaluations-Instrumente um Kriterien für gute, digitale Lehre erweitert und Kriterien zur Beurteilung von (digitalen) Lehrkompetenzen in Berufungsverfahren weiterentwickelt.

 

Ein über die Universität Freiburg hinaus wichtiges Thema, das durch den Einfluss von Covid-19 auf die Lehre besonders in den Vordergrund gerückt ist, sind Open Educational Resources (OER). Viele Lehrende haben in den letzten Jahren eine große Menge an Lehrmaterialien produziert, von deren Einsatz nicht nur sie selbst, sondern auch eine Vielzahl anderer Lehrender profitieren können. Die Veröffentlichung dieser Materialien unter einer Creative Commons Lizenz erlaubt ihre freie Verwendung ohne urheberrechtliche Schwierigkeiten und trägt zur Stärkung der Lehr-Community über Universitäts- und Landesgrenzen hinaus bei. Aus 4D-Mitteln wird die Stelle eines Ansprechpartners finanziert, der sowohl Lehrende der Universität Freiburg bei Fragen berät als auch das Thema OER an der Universität und auf Landesebene vertritt. In die gesellschaftliche Dimension hinein wirken auch die Vorhaben im Kontext ‚Digitale Internationalisierung‘, die unter Federführung des International Office umgesetzt werden. Dazu gehören etwa KI-gestützte Übersetzungen, Glossare und eine Anlaufstelle bei Übersetzungsfragen in Form einer Webseite.

 

Vernetzung

 

4D verbindet. Operativ ist 4D so angelegt, dass in jedem der zugehörigen Teilprojekte mindestens zwei verschiedene universitäre Akteure zusammenarbeiten. In verschiedenen Konstellationen und in unterschiedlicher Häufigkeit involviert sind u.a. das Zentrum für Schlüsselqualifikationen, die Universitätsbibliothek, die Medizinische Fakultät, die Biologische Fakultät, der Bereich Lehrstrategie und Digitalisierung, der Bereich Hochschuldidaktik und digitale Lehrentwicklung, der Bereich Qualitätsmanagement und Akkreditierung, die Abteilung E-Learning und das International Office.

 

Nicht nur operativ, sondern auch inhaltlich ist Vernetzung ein zentrales Anliegen von 4D. Über ein Netzwerk von Digitalisierungsbotschafter*innen findet ein reger Austausch zwischen allen Fakultäten und der zentralen Universitätsverwaltung im Blick auf digitale Lehre statt. Eine Liste mit den derzeitigen Botschafter*innen finden sie hier. 4D übernimmt nicht nur die Moderation dieses Netzwerks, sondern stellt den Botschafter*innen während der Projektlaufzeit ein jährliches Budget für individuelle und koordinierte Maßnahmen zur Verfügung, die mit den Studiendekan*innen der Fakultäten abgesprochen werden. Die bereits angesprochenen kollaborativen Tools sind nicht nur neu, sondern dienen vernetztem Arbeiten. Auch die Open Educational Resources sind in diesem Kontext noch einmal zu nennen, genauso wie die Arbeit an KI-gesteuerten Übersetzungen im International Office – in Verbindung mit einem automatischen Übersetzungstool können beispielsweise die Anforderungen an Fremdsprachenkenntnisse für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen oder Konferenzen reduziert und damit Zugangshürden abgebaut werden

 

Gemeinsamer Horizont der verschiedenen Ebenen und Formen von Vernetzung im Kontext von 4D ist die Entwicklung eines Center for Learning and Teaching an der Universität Freiburg. Einerseits sind die Angebote der Universität Freiburg an Studierende und Lehrende breit über verschiedene Einrichtungen und Anlaufstellen gestreut. Andererseits hat gerade der Digitalisierungsschub der letzten Jahre das Thema universitäres Lernen und Lehren stark dynamisiert. Die Grundidee des Center for Learning and Teaching besteht deshalb darin, einen (zunächst virtuellen) Ort zu schaffen, der Lernenden und Lehren nicht nur das Auffinden und den Zugang zu den Angeboten der Universität Freiburg erleichtert, sondern gleichzeitig auch Raum und Formate für die (Weiter)Entwicklung des Lernens und Lehrens an der Universität bietet.

 

Nachhaltigkeit

 

4D setzt nicht auf Vorhaben mit kurzer Lauf- und Halbwertszeit, sondern auf Nachhaltigkeit. Drittmittelfinanzierung ist in dieser Hinsicht nicht immer förderlich, weil durch den Wegfall von Ressourcen und Stellen nach Ende der Projektlaufzeit die Gefahr besteht, dass Programme nicht weitergeführt werden und Wissensbestände abwandern. 4D versucht, Alternativen zu finden.

 

Deutlich wird das etwa an den Electronic-Institutional Development Awards (E-IDAs), mit denen aus 4D-Mitteln Lehrprojekte gefördert werden (s. hier für detaillierte Informationen). Während bei Förderinstrumenten üblicherweise Innovationszwang besteht, ist das bei den E-IDAs nicht der Fall. Transferprojekte, die bestehende Angebote der Universität Freiburg in andere Bereiche übertragen oder besser verankern, werden bewusst auf Augenhöhe mit neuen Ideen und Ansätzen behandelt. Zudem muss jedes förderwürdige Projekt plausibel machen, wie erzielte Ergebnisse über die Förderdauer hinaus weiterwirken können. So werden gezielt Vorhaben unterstützt, die langfristig Digitalisierungsprozesse an der Universität Freiburg stärken.

 

Der Bereich Qualitätsmanagement und Akkreditierung trägt zur Nachhaltigkeit von 4D durch die Integration von Indikatoren guter digitaler Lehre in die universitätsweiten Evaluationselemente einerseits und die Qualitätsentwicklungsprozesse für Studiengänge andererseits bei. Eine systematische Messung, Auswertung und Aufarbeitung der im Rahmen von 4D angestoßenen digitalen Neuerungen unterstützt Projektbeteiligte dabei, Synergien und Ressourcen während der Projektlaufzeit zu optimieren und die wichtigsten Lehren und Erfolgskriterien eines derart komplexen Transformationsprojekts für die Zukunft zu sichern. So wird auf lange Sicht für eine kohärente und systematische Qualitätssicherung und Weiterentwicklung digitaler Lehre an der Universität Freiburg gesorgt. Eine enge Abstimmung mit dem Bereich Hochschuldidaktik und digitale Lehrentwicklung gewährleistet dabei auf organisationaler Ebene produktive Zusammenarbeit und die Nutzung von Synergien.

 

Aber auch das Netzwerk der Digitalisierungsbotschafter*innen, dessen Bestehen nicht an 4D gekoppelt ist, die geplante dauerhafte Integration von Angeboten des Zentrums für Schlüsselqualifikationen ins Medizin-Curriculum, die Integration langfristig nutzbarer Tools in die ILIAS-Umgebung oder die Konzeption des Center for Learning and Teaching sind Beispiele dafür, dass 4D auf Kontinuität angelegt ist.

 

Anreize für gute Lehre: E-IDAs und E-Teaching Fellowships

 

Ebenso wie intensive Forschungsleistung mit prestigeträchtiger finanzieller Förderung und Preisen einhergeht, sollte auch innovative digitale Lehre finanziell gefördert werden, um Anreize zu setzen. E-IDAs und E-Teaching Fellowships sind zwei Maßnahmen, mit denen aus Projektmitteln von 4D Lehrende unterstützt werden, die digitale Lehre an der Universität Freiburg weiterentwickeln und nachhaltig verankern wollen.

 

Das bewährte Freiburger Instrument des “Instructional Development Award” (IDA) zur Förderung besonders ambitionierter Lehrinnovationen wird weiterentwickelt zum „E-IDA“: Mit je 40.000 € werden Projekte gefördert, die zur nachhaltigen Verankerung digitaler Lehre an der Universität Freiburg beitragen – sowohl durch Innovationen als auch durch Weiterentwicklung und Transfer bereits bestehender Konzepte und Tools. Auch die Förderung digital gestützter Präsenzlehre ist ein Anliegen der E-IDAs um hervorzuheben, dass Digitalisierung in der Lehre keine Entwicklung zur reinen Online-Lehre bedeutet.

Preisträger*innen E-IDAs 2022/23

Ausschreibung E-IDAs 2023/24 inkl. Checkliste

Kriterienkatalog E-IDAs 2023/24

 

Unterhalb der Förderung größerer Projekte durch E-IDAs soll die Möglichkeit geschaffen werden, niedrigschwellig und auf breiter Ebene Freiräume für digitale Lehrentwicklung zu eröffnen – etwa durch Deputatsreduktionen. Obgleich die baden-württembergische Lehrverpflichtungsverordnung (LVVO) die Möglichkeit für Deputatsreduktionen als Ausgleich für entwicklungsintensive digitale Lehre bereits seit 2016 zulässt, wird davon bislang nicht Gebrauch gemacht, weil den Fakultäten Mittel zur Kompensation der Freistellung von Lehrenden fehlen. Mit der Finanzierung von „E-Teaching Fellowships“ werden diese Mittel zur Verfügung gestellt. So kann digitale Lehrentwicklung gefördert werden, ohne dass dadurch finanzielle oder personelle Engpässe an den Fakultäten entstehen.

Ausschreibung E-Teaching Fellowships 2022 inkl. Checkliste

 

 

Ansprechpartner*innen

Dr. Christian Kny (Projektkoordination)

Tel.: 0049 761-203-54309

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