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4D - 4 Dimensions of Digital and Didactic Development

Entlang der Leitlinien der 2017-2020 an der Universität Freiburg entwickelten Strategie zur Digitalisierung in der Lehre soll die Universität als lernende Organisation in vier Dimensionen (4D) in einen agilen Transformationsprozess zur Stärkung der Hochschullehre durch Digitalisierung gebracht werden.

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Die Weiterentwicklung der Curricula von Studierenden steht im Zentrum der ersten Dimension unseres Modells. In digitalen Lernumgebungen werden digitale Kompetenzen und Future Skills gefördert. Methodisch liegt der Fokus dabei auf selbstgesteuertem, studierendenzentriertem Lernen. In der zweiten Dimension werden digital Lehrende (medien)didaktisch unterstützt, untereinander besser vernetzt und innovative digitale Lehre durch verschiedene Anreize (E-IDAs und Teaching Fellowships) gefördert. Organisationsentwicklung ist das Ziel der dritten Dimension, in der nicht nur digitale Tools zur Zusammenarbeit geprüft und der digitalen Infrastruktur der Universität Freiburg zugeführt werden. Auch die Verbesserung von Re-Akkreditierungsprozessen hinsichtlich digitaler Komponenten von Studiengängen ist ein wichtiger Bestandteil der dritten Dimension. Ein Kernziel dabei ist, die lehrunterstützenden Einheiten zukünftig strategisch noch stärker zu verschränken und ein “Center for Learning and Teaching” als zentrale Anlaufstelle für Innovationen in der Lehre zu schaffen. In der vierten Dimension werden die digitale Internationalisierung (etwa durch die KI-gestützte Übersetzung von Inhalten und Veranstaltungen) und die Offenheit der Lehre durch Open Educational Resources (OER) unterstützt.

Gesamtarchitektur 4D

 

Gefördert wird 4D von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre.

 

Anreize für gute Lehre: E-IDAs und E-Teaching Fellowships

 

Ebenso wie intensive Forschungsleistung mit prestigeträchtiger finanzieller Förderung und Preisen einhergeht, sollte auch innovative digitale Lehre finanziell gefördert werden, um Anreize zu setzen. E-IDAs und E-Teaching Fellowships sind zwei Maßnahmen, mit denen aus Projektmitteln von 4D Lehrende unterstützt werden, die digitale Lehre an der Universität Freiburg weiterentwickeln und nachhaltig verankern wollen.

 

Das bewährte Freiburger Instrument des “Instructional Development Award” (IDA) zur Förderung besonders ambitionierter Lehrinnovationen wird weiterentwickelt zum „E-IDA“: Mit je 40.000 € werden Projekte gefördert, die zur nachhaltigen Verankerung digitaler Lehre an der Universität Freiburg beitragen – sowohl durch Innovationen als auch durch Weiterentwicklung und Transfer bereits bestehender Konzepte und Tools. Auch die Förderung digital gestützter Präsenzlehre ist ein Anliegen der E-IDAs um hervorzuheben, dass Digitalisierung in der Lehre keine Entwicklung zur reinen Online-Lehre bedeutet.

Ausschreibung E-IDAs 2022/23 inkl. Checkliste

 

Unterhalb der Förderung größerer Projekte durch E-IDAs soll die Möglichkeit geschaffen werden, niedrigschwellig und auf breiter Ebene Freiräume für digitale Lehrentwicklung zu eröffnen – etwa durch Deputatsreduktionen. Obgleich die baden-württembergische Lehrverpflichtungsverordnung (LVVO) die Möglichkeit für Deputatsreduktionen als Ausgleich für entwicklungsintensive digitale Lehre bereits seit 2016 zulässt, wird davon bislang nicht Gebrauch gemacht, weil den Fakultäten Mittel zur Kompensation der Freistellung von Lehrenden fehlen. Mit der Finanzierung von „E-Teaching Fellowships“ werden diese Mittel zur Verfügung gestellt. So kann digitale Lehrentwicklung gefördert werden, ohne dass dadurch finanzielle oder personelle Engpässe an den Fakultäten entstehen.

Ausschreibung E-Teaching Fellowships 2022 inkl. Checkliste

 

Vernetzung von Lehrenden: Digitalisierungsbotschafter*innen

 

Wie die große Resonanz auf interne Vernetzungsveranstaltungen zeigt, sind (digital) Lehrende stark am Austausch untereinander interessiert, um Best-Practices über die Fächergrenzen hinweg auszutauschen. Folglich wurde in der Digitalisierungsstrategie der Lehre die Einsetzung von Botschafter*innen für digitale Lehre in den Fakultäten initiiert, mit dem Ziel, einerseits die Fakultäten stärker zu vernetzen und andererseits die Rückkopplung mit den zentralen Einheiten zu verbessern. In jedem großen Fachbereich haben sich bereits Botschafter*innen unter den Lehrenden gefunden. Allerdings zeigen erste Erfahrungen, dass es an Zeit und Ressourcen mangelt, um die Digitalisierung proaktiver voranzubringen. Die Botschafter*innen werden daher mit Mitteln für Hilfskräfte/Sachausgaben ausgestattet und so in ihren jeweiligen Fächern gestärkt.

 

Ansprechpartner*innen

Dr. Christian Kny (Projektkoordination)

Tel.: 0049 761-203-54309

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