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IDA 2011

Preisträgerinen und Preisträger


Prof. Dr. Thorsten Friedrich (Chemie)
Prof. Dr. Thomas Kenkmann (Geowissenschaften) Prof. Dr. Michael Müller (Pharmazie) Interdisziplinäre Studeingangsentwicklung

Das Lehrentwicklungsprojekt der Fakultät für Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften beabsichtigt die Überarbeitung der an der Fakultät angebotenen Studiengänge. Ziel der Maßnahme ist die bessere Verknüpfung der Studiengänge über die Fächergrenzen hinweg sowie die Verbesserung des Übergangs vom Bachelor zum Master unterschiedlicher Fachrichtungen. Das Projekt strebt außerdem didaktische und strukturelle Weiterentwicklung bestehender Studiengänge, Stärkung interdisziplinärer Module, Reduzierung von Studienabbruchquoten, Schaffung von Freiräumen für Auslands- und Vertiefungssemester sowie die Verbesserung von Prüfungs- und Verwaltungsabläufen an. Durch die stärkere Kooperation innerhalb der Fakultät sollen auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fächer und die Qualitätskultur (inter- und intrafakultäre Dialogprozesse) nachhaltig gefördert werden. Das Projekt antwortet damit auf die Herausforderungen in der Lehre, die sich durch die Bologna-Reform und die Umstellung der Diplomstudiengänge auf gestufte B.Sc.- und M.Sc.-Studiengänge sowie die Modularisierung der Lehramtsstudiengänge ergaben. Durch die geplanten Maßnahmen wird eine bessere Studierbarkeit sowohl für grundständige wie auch weiterführende Studiengänge und somit eine Steigerung von Effektivität und Effizienz in Studium und Lehre erwartet. Zugleich wird eine sehr gute fachliche Basis für strukturiertes Promovieren, auch über Fakultäts- und Universitätsgrenzen hinaus, gelegt. Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit des Lehrentwicklungsprojekts soll analysiert und etabliert werden, wie der Prozess einer interdisziplinären Zusammenarbeit bei der Studiengangsentwicklung ablaufen könnte und welche Strukturen für die Qualitätssicherung und -entwicklung sinnvoll und notwendig sind. Der Verlauf der interdisziplinären Studiengangsentwicklung an der Fakultät für Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften könnte somit wichtige Erkenntnisse für ähnliche Vorhaben an der Volluniversität Freiburg liefern.

In dem Projekt sollen die Mittel aus dem IDA vorrangig für wissenschaftliche Mitarbeiterstellen (anteilig E13/2) für die Durchführung des Projekts sowie für Lehraufträge zur Entlastung der Studiendekane verwendet werden. Weitere Mittel sollen für externe Moderation, Prozessunterstützung, Fortbildungen und Reisekosten benutzt werden.

 

Prof. Dr. Birgit Studt (Historisches Seminar) Pilotprojekt Qualitätssicherung Tutorate

Der Antrag des Historischen Seminars widmet sich der nachhaltigen Qualitätssicherung der Tutorate. Um dieses Ziel zu erreichen, soll eine inhaltliche und methodische Neukonzeption der Tutorate sowie eine systematische und intensivere Schulung und Vernetzung der Tutorinnen und Tutoren durchgeführt werden. Das Projekt wurde im Hinblick auf die Einführung der modularisierten Staatsexamensstudiengänge und auf die ersten Erfahrungen mit von Tutoraten bzw. Mentoraten begleiteten Lehrveranstaltungen der Bachelor- und Masterprogramme des Historischen Seminars konzipiert. Das Projekt setzt sich als Ziel, ein konsistentes Tutoratsprogramm zu entwickeln, mit dem die Inhalte und Lernziele der verschiedenen Veranstaltungen definiert und von einander abgrenzt werden sowie die angemessenen Formen für die Übung und Anwendung des Stoffes entwickelt und die Lehrveranstaltung und Tutorate eng miteinander vernetzt werden. Diese Maßnahmen sollen nachhaltig zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Lehrenden, Tutor/innen und Studierenden in alle Richtungen beitragen.

Das Projekt ist auf zwei Semester angelegt (Laufzeit 10/2011 bis 12/2012), wurde aber bereits im Sommersemester 2011 vorbereitet. Eine erste Arbeitsphase hat sich vor allem auf die Neustrukturierung der Vorlesung „Einführung in die Geschichtswissenschaft“ und der sie begleitenden Tutorate konzentriert, die erstmals im Wintersemester 2011/12 umgesetzt werden wird. In Absprache mit den Dozierenden ist dabei ein modifizierter Vorlesungsplan entstanden sowie ein Booklet, das systematische Zugänge zu den Techniken wissenschaftlichen Arbeitens schafft, die in den Tutoraten eingeübt werden sollen. Das Booklet unterstützt so die Arbeit der Tutoren und Tutorinnen und definiert gleichzeitig einheitliche Inhalte und Lernziele in den Tutoraten. Im ersten Projektsemester (WS 2011/12) werden weiterhin unter Einbeziehung aller betroffenen Gruppen und begleitet durch eine externe Prozessmoderation die Zielsetzungen und praktischen Umsetzungsoptionen mit Blick auf die Proseminartutorate erarbeitet. Die Arbeitsgruppe „Qualitätssicherung Tutorate“ wird ihre Tätigkeit weiterführen, geplant sind der gegenseitige Austausch bei regelmäßigen Treffen, Diskussionen über eingeholte Feedbacks und die Hospitation in Kursen von verschiedenen Dozierenden. Im zweiten Semester (SS 2012) werden die Maßnahmen implementiert und evaluiert. Bei positiver Bewertung sollen die Maßnahmen in das Regelangebot des Historischen Seminars übernommen werden und können auch als Pilotprojekt für entsprechende Maßnahmen in anderen Studiengängen der Philosophischen Fakultät dienen.

Mit den IDA-Mitteln soll die Vertretung der regulären Lehre über Lehraufträge abgedeckt werden sowie die Stelle eines/einer ProjektkoordinatorIn, die externe Moderation des Lehrentwicklungsprozesses sowie Hilfskräfte und zusätzliche Tutor/innen finanziert werden.