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IDA-PreisträgerInnen 2015

Die Auszeichnungen mit dem „Instructional Development Award“ (IDA) für das Jahr 2015 erhalten:

 

Lehrfilme im Medizinstudium, Apps von Studierenden zu kulturellen 'Points of Interest', Umsetzen von unternehmerischen Gelegenheiten und praxisbezogene Experimente mit wirtschaftlichen Themen - dies sind die Vorhaben, die im Jahr 2015 an der Universität Freiburg umgesetzt werden. Mit dem Preisgeld von jeweils € 70.000,- werden die vier Lehrentwicklungsprojekte ausgezeichnet. Die Förderung erfolgt durch das Bund-Länder-Programm 'Qualitätspakt Lehre', durch Gelder für das Programm 'EXIST-Gründungskultur – die Gründerhochschule' des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und dem Europäischen Sozialfonds sowie durch Qualitätssicherungsmitteln des Projektwettbewerbs 'Innovatives Studium'.


Die kurzen Projektbeschreibungen der Preisträgerin und der Preisträger geben einen Einblick in die geplanten Vorhaben:
 
Prof. Dr. Gerhild Becker und Bettina Couné (Medizinische Fakultät) für ihr Projekt "Innenansichten – Patientennaher Unterricht in der Palliativmedizin durch den Einsatz von Lehrfilmen und deren didaktische Einbindung in das Lehrangebot des Querschnittfachs Palliativmedizin":
 
"Aufgrund der hohen Zahl an Studierenden und der besonderen Belastungssituation schwerstkranker und sterbender Patienten können Methoden für den patientennahen Unterricht wie Lehrvisiten, Patientenvorstellung usw. in der palliativmedizinischen Lehre nicht für alle Studierenden verbindlich umgesetzt werden. Um trotzdem einen patientennahen Unterricht für alle zu ermöglichen, sollen im Rahmen des Projektes realitätsnahe Lehrfilme erstellt und in die bestehende Lehre integriert werden. In den Lehrfilmen sollen verschiedene Innenansichten der palliativmedizinischen Versorgung thematisiert werden: anhand des „Weges des Patienten“ von der Aufnahme bis zur Entlassung bzw. dem Versterben sollen prototypische Situationen des ärztlichen Handelns sowie die besonderen Herausforderungen im Umgang mit  palliativmedizinischen Patienten und deren Angehörigen dargestellt werden. Dazu gehören neben spezifischen Kommunikationssituationen, die über das „Überbringen schlechter Nachrichten“, wie es in anderen Kursen im Medizinstudium bereits eingeübt wird, hinausgehen, auch die persönliche Erlebenswelt der Patienten, der Angehörigen und der professionellen Behandler/-innen im Umgang mit dem Sterben. Zum Aufbau von Reflexionskompetenzen sollen die Lernergebnisse und Kompetenzen im Rahmen eines prozessorientierten E-Portfolios dokumentiert und reflektiert werden."
 
Prof. Dr. Rüdiger Glaser, Dr. Anna Chatel und Monika Nethe  (Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen) mit ihrem Projekt "Natur und Kultur mobil – Studierende generieren App-Inhalte nach dem Ansatz Heritage Interpretation für die Öffentlichkeit":
 
"Heritage Interpretation, die zeitgemäße Vermittlung unseres Natur- und Kulturerbes  steckt  in Europa, bis auf die englischsprachigen Länder, noch in den Kinderschuhen. Auch in  Deutschland wurde dieser Ansatz bisher nur punktuell umgesetzt. Dabei bietet er ein weitreichendes Potential für die erfolgreichere Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse für Zielgruppen außerhalb der jeweiligen Fachdisziplinen.
Heritage Interpretation setzt an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft an und vermittelt insbesondere Natur- und Kulturthemen an eine ausgewählte Zielgruppe. Die Inhalte werden anhand von Geschichten und interessanten Hintergrundinformationen, welche den Besucher auch emotional ansprechen und ihn miteinbinden, veranschaulicht. Dadurch kommt es zu einem tieferen Verständnis für das jeweilige Phänomen und je nach Thematik wird der Besucher angeregt über die Inhalte nachzudenken bzw. sein Verhalten zu ändern (z.B. Naturschutz, nachhaltiger leben,…).

Den Ansatz Heritage Interpretation und dessen Umsetzung werden die Studierenden in
drei neu entstehenden Modulen erlernen und können dabei auf eine internationale Datenbank mit Empfehlungen zurückgreifen.Anhand eines Baukastenprinzips generieren die Studierenden Texte, Audiodateien und Filmsequenzen zu einer ausgewählten Thematik und konzipieren ihre eigene professionelle App auf der Basis einer didaktisch aufbereiteten Interpretation. Da die Studierenden ihre Apps einer Evaluation unterziehen, entwickeln sie den Ansatz Heritage Interpretation und  die im Aufbau befindliche internationale Datenbank  damit gleichzeitig weiter. Die neu entstandenen Apps stehen schließlich der Öffentlichkeit zur Verfügung und können  auf Smartphones und Tablets heruntergeladen werden.

Mehr Informationen zum an der Universität Freiburg entwickelten Ansatz Heritage Interpretation unter: http://portal.uni-freiburg.de/transinterpret".
 

 Dr. Tobias Schubert, Katrin Weber und Prof. Dr. Bernd Becker
(Technische Fakultät ) für das Projekt Innovatoren ausbilden am Beispiel von Smart-X: Micro Business & Exist Bootcamp“:
 
"In vielen Projekten, die Studierende im Rahmen ihres Studiums bearbeiten, steckt nicht nur ein deutlicher Praxisbezug, sondern teilweise auch großes unternehmerisches Potential. Um aber aus diesen Projekten Ideen für die Selbstständigkeit zu generieren, müssen die Studierenden unternehmerische Gelegenheiten zunächst erkennen und dann umsetzen können. Das Projekt  hat sich zum Ziel gesetzt, Studierende auf diesem Weg zu unterstützen bzw. auszubilden. Dabei wird eine Verzahnung von bereits im Curriculum verankerten Projekten (die zu sogenannten Micro Businesses werden) und einem speziellen Workshop zur Ideenbildung von innovativen Geschäftsmodellen (Exist Bootcamp) angestrebt. Ziel der Micro Businesses ist es, bereits im Studium unternehmerische Zusammenhänge zu erkennen und Soft Skills, die für die Selbstständigkeit relevant sind, im Rahmen eines Projektes zum Thema „Smart-X“ zu entwickeln. Dabei ist Smart-X Platzhalter für eine Vielzahl von Anwendungsszenarien, von Smart-Home über Smart-Office bis hin zu Smart-Lab oder Smart-Industry. Die Studierenden-Teams wählen zu einem der zuvor genannten Bereiche je einen Aspekt aus und durchlaufen für diesen exemplarisch die gesamte Entwicklung. Parallel zu solchen Micro Businesses  bzw. Projekten werden im Exist Bootcamp Gestaltungstechniken für innovative Geschäftsmodelle aus dem Bereich des Design Thinking, wie z.B. „Consumer Insight“ oder „visuelles Denken“ angewendet."
 
Prof. Dr. Stephan Lengsfeld (Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftliche Fakultät ) für sein Projekt „EconRealPlay Innovation & Sustainability Lab“:
 
"ECONREALPLAY ist eine interaktive Lehr- und Lernwerkstatt, in der Studierende ökonomische Entscheidungsprozesse und deren Umsetzung in Produktions- und Prozess-Simulationen mit Lego® Bausteinen sowie PC-Simulationen aktiv erleben, problem- sowie erfahrungsbasiert lernen und zu einem forschenden Lernen angeregt werden. ECONREALPLAY Innovation & Sustainability Lab zielt darauf ab, Kompetenzen zu innovativem und nachhaltigem Einsatz ökonomischer, ökologischer und sozialer Ressourcen praxis- und forschungsnah zu lehren und Forschungsprojekte zu initiieren. Diese sollen in Kooperation mit innovativen und nachhaltig agierenden regionalen Wirtschaftsunternehmen und Start-Ups erfolgen, wodurch Lehr-Lern-Kooperationen zwischen diesen und der Universität Freiburg unterstützt werden."

 

 

 

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