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IDA-Projekte in Buchform

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Qualitätspakt Lehre

Die  Projekte im Rahmen
des Bund-Länder-Programms
"Qualitätspakt Lehre" werden

 

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FKZ: 01PL11007, 01PL16007
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Entwicklung eines curricularen Schwerpunkts „Ausbildung zu wissenschaftlicher Handlungskompetenz in der Medizin“ – „Educating for Scholarship in Medicine“

 PROJKETLEITUNG

 

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   Prof. Dr. Hans-Dieter Hofmann (Neuroanatomie Freiburg)

   Dr. med. Götz Fabry (Medizinische Psychologie)

 

 

 IDA-PROJEKT

 Kurzbeschreibung des Konzepts

Das Projekt hatte das Ziel, einen curricularen Schwerpunkt zur Verbesserung der wissenschaftlichen Handlungskompetenz von Studierenden im Fach Humanmedizin zu entwickeln. Beabsichtigt waren die intensivere Verzahnung von Lehre und Forschung und die Weiterentwicklung der forschungsorientierten Lehre an der medizinischen Fakultät. Das Konzept antwortete damit auf einen von vielen Seiten kritisierten Mangel der derzeitigen Ärzteausbildung hinsichtlich unzureichender Methodenkenntnissen angehender Ärzte/Ärztinnen bei ihrem Start ins Berufsleben.medizin1.jpg

Das Projekt wurde in erster Linie als eine Fakultätsentwicklungsmaßnahme mit dem Ziel angelegt, einen longitudinal in das Curriculum integrierten Schwerpunkt zu etablieren. Dazu mussten neue Lehrangebote entwickelt und die bestehenden Lehrveranstaltungen ergänzt und zu einem roten Faden verknüpft werden. Eine besondere Herausforderung bestand dabei darin, dass auch kapazitätsrechtliche Rahmenbedingungen beachtet werden mussten.

 Projektverlauf

Die Mittel des IDA wurden für zwei Aufstockungen bei wissenschaftlichen Mitarbeiterstellen um jeweils 25% verwendet. Als erste Maßnahme wurde eine Analyse des bestehenden Curriculums durchgeführt, welche Ergänzungsbedarf vor allem im vorklinischen Studienabschnitt hinsichtlich methodischer Grundlagen wissenschaftlichen Handelns aufzeigte. Vor diesem Hintergrund wurden drei Lehrveranstaltungen neu konzipiert sowie zusätzliche ergänzende Maßnahmen durchgeführt:

~      „Einführung in die Informationskompetenz“ (1. Fachsemester): Informationen über die grundsätzlichen Möglichkeiten, sich (elektronische) Fachliteratur zu beschaffen. Diese Veranstaltung wurde im WS 2010/2011 erstmals durchgeführt.

~      „Recherche in wissenschaftlichen Datenbanken“ (2. Fachsemester): In Kooperation mit dem Institut für Medizinische Biometrie und Medizinische Inforlabor.jpgmatik (IMBI) wurde eine Veranstaltung konzipiert, bei der die Studierenden in die Grundlagen der Recherche in medizinischen Datenbanken eingeführt wurden. Diese Veranstaltung wurde im Sommersemester 2011 erstmals als Pilotprojekt durchgeführt, ab dem Sommersemester 2012 wird sie für alle Studierenden angeboten.

~         „Grundlagen wissenschaftlichen Handelns“: Diese Veranstaltung bildet den eigentlichen curricularen Schwerpunkt des Projekts im ersten Studienabschnitt. Sie soll den Studierenden methodische und statistische Grundkenntnisse vermitteln. Um den interdisziplinären Charakter sowie die Praxisrelevanz zu verdeutlichen, wird diese Veranstaltung in Form des problemorientierten Lernens (POL) durchgeführt. Die Veranstaltung wird im Wintersemester 2011/2012 pilotiert.

~        Da für das POL-Projekt auch die Schulung einer entsprechenden Anzahl von studentischen Tutoren notwendig ist, wurde ein entsprechendes Tutorentraining entwickelt, das im Sommersemester 2011 erstmalig durchgeführt wurde.

Eine Analyse des Curriculums im klinischen Studienabschnitt ergab, dass hier zwei inhaltliche Schwerpunkte notwendig waren: Zum einen die Stärkung der für die praktische Tätigkeit wichtigen Kompetenzen im Bereich der Evidenzbasierten Medizin (EBM), zum andern der Ausbau der methodischen Kompetenzen, vor allem im Hinblick auf das eigenständige wissenschaftliche Arbeiten. Im Einzelnen wurden daher die folgenden Maßnahmen durchgeführt:

~         Entwicklung einer neuen Lehrveranstaltung (Grundlagen der Evidenzbasierten Medizin): Diese Veranstaltung wurde als Aufbau- und Ergänzungsveranstaltung der im vorklinischen Abschnitt beschriebenen Veranstaltung zu den Grundlagen des wissenschaftlichen Handelns nach der Methode des POL konzipiert.

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~         Entwicklung eines Doktorandenseminars: Diese Veranstaltung soll fakultativ für diejenigen Studierenden angeboten werden, die während ihres Studiums mit einer Dissertation beginnen.

    Entwicklung eines Seminars für Studierende im Praktischen Jahr zur Evidenzbasierten Medizin: In dieser Veranstaltung sollte der Schwerpunkt ganz auf der Anwendung der methodischen Kenntnisse in der ärztlichen Praxis liegen.

~         Abstimmung und Koordination der neu konzipierten Lehrveranstaltungen mit bestehenden Lehrangeboten: Auch im klinischen Abschnitt war eine enge Kooperation einerseits mit dem Studiendekanat und der dort etablierten Arbeitsgruppe „Curriculum Klinik“ und andererseits mit dem Querschnittsbereich 1 (Epidemiologie, Medizinische Biometrie und Medizinische Informatik) notwendig. Zusätzlich wurden durch die Preisträger Fortbildungen zur Methode des problemorientierten Lernens angeboten, die den didaktischen Schwerpunkt des Projekts bildet.

~         Entwicklung einer „Promotionsbörse“: Dabei sollen sich im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung möglichst alle wissenschaftlichen Arbeitsgruppen der Fakultät mit ihren Forschungsarbeiten wie auf einer Tagung präsentieren. Ziel ist der Austausch zwischen Doktoranden und Studierenden in einem möglichst informellen Rahmen. Im Zuge des IDA-Projekts wurde die Veranstaltung  in enger Kooperation mit der Fachschaft entwickelt.

Da die vielfältigen durch das Projekt initiierten Maßnahmen (vor allem ihre vollständige Implementierung und Evaluation) bis zum Ende der Laufzeit nicht abgeschlossen sein werden, wird derzeit ein Projektantrag vorbereitet, um eine Anschlussfinanzierung zu ermöglichen.

 

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